Benefiz-Gala im LTT am 21.11.2021

Dragshow und Pole Dance, Akrobatik, Comedy und Glockenso und
bei der Benefizgala für die Aidshilfe

TÜBINGEN. Nach einem Jahr Zwangspause findet vor dem internationalen Welt-Aids-Tag am Sonntag, 21. November, 19 Uhr, wieder die große Aids-Benefiz-Gala im Tübinger Landestheater statt.  Jakob Nacken führt durch ein buntes Programm, das verschiedene Musikstile, Comedy, Artistik und Performance umfasst.

Mit dabei in diesem Jahr ist unter anderem der Handglockenchor GLOX. Die 37 Glocken kommen aus Plumsteadville in Pennsylvania, die 19 Spielerinnen und Spieler, im Fachjargon Ringer genannt, aus Schönaich bei Böblingen. Unter der Leitung von Klaus Hügl und Susanne Komorowski streift der Handglockenchor in verschiedensten Besetzungen leichterhand durch die Musikgeschichte – tanzt mit dem Nussknacker, träumt von irgendwo am Ende des Regenbogens, taucht lässige Popsongs, zarte Balladen und heitere Volkslieder in seinen Klang. Singen tut dabei keiner. Allein die Glocken machen die Musik. Mit ihren weißen und schwarzen Griffen entsprechen sie drei Oktaven einer Klaviertastatur, wobei ein Spieler je nach Arrangement und Besetzung zwei bis vier der wertvollen Klangkörper in den Händen hält. Weiche, weiße Handschuhe sind dabei Pflicht, um die sensible Bronze-Legierung zu schonen. Auf faszinierende Weise verbinden sich die Töne zu einem ganz eigenen Sound – mal fröhlich, mal sphärisch, immer klar. Zupackend, handgemacht und doch wie aus einer anderen Welt. Bei der Benefiz-Gala ist GLOX mit einer neunköpfigen Besetzung vertreten.

Mit von der Partie in diesem Jahr ist außerdem Julia Wahl von Polemotions, die Luftakrobatik in allen Facetten von Pole Dance auf die Bühne bringt.

 „Haus of Hure“ nennt sich das Dreiergespann der Tübinger DragQueens, die sich für den Abend ganz besonders schrill in Schale werfen. Wanda HureDas Aua und Jane Doom bieten mit dem Haus of Hure Einblick in die Kunstform des Drags. Drag ist für sie ein kreativer Spielplatz, auf dem persönliches Empowerment gefeiert wird, jegliche kulturelle Referenzen gezogen und politische Statements gesetzt werden dürfen. Sie spielen mit Identität, Sexualität und Selbstausdruck – ohne sich dabei zu ernst zu nehmen. Drag ist „larger than life“: Eine Einladung für alle aus den Normen des Alltags auszubrechen.

Außerdem sind bei der Benefiz-Gala mit dabei die allseits bekannte Landpomeranze Diedlinde Ellsässer. Seit fast 10 Jahren stehen Jakob Nacken und sie als zwei Multitalente der Unterhaltungskunst gemeinsam auf der Bühne und haben noch immer nicht genug erlebt.

Die Wushu Akademie ist ein schließlich das akrobatische Highlight des Abends. Schülerinnen und Schüler der Tübinger Kampfkunst-Schule bieten in ihrer Aufführung ganz außergewöhnliche Anblicke.

Den Comedy Part übernimmt in diesem Jahr einer der besonders lustigen Vertreter der Sparte: Johann Theisen ist Komiker, Zauberer und Musiker. Die Ulknudel aus Stuttgart hat ihr Leben lang hart dafür gearbeitet, sich einen echten Tollpatsch nennen zu können und das hat der “weiße Tyson” (von seinen Freunden liebevoll “Albino-Lauch” genannt) geschafft. Dafür musste er aber auch tief in die Trickkiste greifen und Kunststücke vollbringen, die teilweise bis heute seinen Namen tragen. Wie zum Beispiel der in der Unfallmedizin allseits bekannte “Theisen Salto”, bei dem sich der Athlet selbst und eigenständig die Nase bricht, ohne dabei auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Wie genau dies gelingt, zeigt uns Johann Theisen – ebenso wie man sich mit Hilfe von handelsüblichem Spülmittel und einer herkömmlichen Spülmaschine seine eigene spontane Schaumparty zaubert oder warum es sinnvoll ist, ein Hörbuch mit Zufallswiedergabe zu hören. 

Hier das Programm in der Übersicht:

  • GLOX – Handglockenchor, Schönaich
  • Polemotion – Pole Dance
  • DragQueens: Haus of Hure
  • Diedlinde Ellsässer
  • Wushu Akademie
  • Johann Theisen
  • Moderation: Jakob Nacken

Das in Tübingen einmalige Varieté bedeutet nicht nur beste Unterhaltung, sondern ist auch eine tolle Unterstützung für die Aidshilfe: Der Erlös kommt der Unterstützung für Menschen mit HIV/ Aids, Hepatitis, Drogenproblemen und der Präventionsarbeit der Aidshilfe zugute.

Ort: Landestheater Tübingen, Eberhardtstraße 6.

Beginn ist um 19 Uhr; Karten gibt es an den üblichen Vorverkaufsstellen und im LTT

Tag gegen Homophobie

Internationaler Tag gegen Homo-, Bi, Inter- und Transfeindlichkeit. Gemeinsam mit der Fachstelle Vielfalt und der Jugendgruppe Her+e and Queer+ waren wir am 17. Mai auf dem Tübinger Holzmarkt.

Impfen in der Aidshilfe

An zwei Terminen im April und Mai war ein mobiles Impfteam vom Deutschen Roten Kreuz in die Aidshilfe und hat mehr als 60 Klientinnen und Klienten gegen Corona geimpft. Vielen Dank dafür!

Weihnachtsfeier 2020 in der Box

Die richtige Weihnachtsfeier in der Aidshilfe konnte wegen der aktuellen Corona-Pandemie nicht stattfinden. Einfach ausfallen lassen, wollten wir die Feier aber auch nicht lassen und haben deshalb unsere lieben Weihnachtskoch gebeten, trotzdem ein leckeres Essen zuzubereiten. Dieses Essen wurde dann in den von der Deutschen AIDS-Stiftung finanzierten Lunchboxen ausgeliefert oder abgehohlt. Mehr als 50 Boxen haben wir mit Rehgulasch, Spätzle und Rotkraut oder mit der vegetarischen Variante – Gemüselasagne – befüllt.
Diese praktischen Mehrweg-Boxen können nun weiterhin montags bei unserem Mittagessen, das derzeit aufgrund der aktuellen Lage nicht in unseren Räumen stattfinden kann, immer wieder mit leckerem Essen gefüllt werden.

Vielen Dank für diese tolle Unterstützung an die Deutsche AIDS-Stiftung!!

Leider müssen wegen der aktuellen Corona-Lage unsere Veranstaltungen rund um den Welt-Aids-Tag am 1. Dezember ausfallen! Einzig der Checkpoint am 1.12. findet statt.

Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher*innen

Am Dienstag, 21. Juli organisierten wir auf dem Tübinger Sternplatz eine Gedenkveranstaltung für verstorbene Drogenkonsument*innen. Bei schönem Wetter war die Veranstaltung gut besucht und sehr schön. Gemeinsam mit dem Kontaktladen Janus (bwlv) gab es dort nachmittags Musik, Redebeiträgen, Kaffee, Kuchen und eine Luftballon-Aktion. Der Ort war bewusst gewählt: der Sternplatz ist ein Treffpunkt für Menschen mit Drogenproblemen, aber auch ein beliebter Ort für viele andere Tübinger*innen.
In diesem Jahr stand die Versorgungssicherheit von Drogenkonsument*innen in der Corona-Pandemie im Zentrum unserer Veranstaltung auf dem Tübinger Sternplatz. Durch die Corona Pandemie wurde einmal mehr der Wert unseres vielfältigen und praxisnahen Hilfesystems für drogengebrauchende Menschen deutlich.
Die Covid 19 Pandemie hat aber auch verdeutlicht, dass viele, die aktuell prekär leben und nicht im medizinischen Hilfesystem integriert sind, unsere besondere Aufmerksamkeit benötigen.

Ein weiteres Thema bei der sehr gut besuchten Veranstaltung war auch unser Naloxon-Projekt, das wir seit einiger Zeit in Tübingen machen. Naloxon  ist ein Notfallmedikament bei Überdosierungen von Opioiden, das im Rahmen der akzeptierenden Drogenarbeit ein wichtiger Baustein zur Verhinderung von tödlichen Drogenunfällen ist.